11°59,3´N 061°45,9´W

Montag, 14.7.2014

Der Heimreisetermin nach Graz naht, das Wetter ist günstig, wir verlassen Grenada und
segeln nach Trinidad.

Dienstag, 15.7.2014

Nach einer relativ ruhigen Nachtfahrt erreichen wir nach 22 Stunden die Insel Trinidad und lassen den Anker auf 14 Meter Tiefe in der Bucht Chaguaramas fallen. Strömender Regen, tief hängende Wolken und Windstille lassen uns erahnen, welche Bedingungen wir in den nächsten Tagen zu erwarten haben.

Mittwoch, 16.7.2014

Die Power Boats Marina kommt uns entgegen und holt die Tifricat bereits heute (vereinbarter Krantermin wäre erst Donnerstag gewesen) aus dem Wasser.

Wir bekommen in unmittelbarer Nähe einer kleinen Imbiss-Bude (Roti–Shop) einen Stellplatz.

Klaus, Rosi und Franz heißen uns willkommen

Klaus, Rosi und Franz heißen uns willkommen

Der Vorteil dieses Stellplatzes ist, dass wir unmittelbar neben dem Schiff eine überdachte Terrasse mit Tischen und Bänken haben. Den ersten Abend verbringen wir auf unseren „neuen Terrasse“ mit Rosi & Klaus (SY Salmon), Franz (SY Bright Star) und

Christiane & Norbert (SY Spica)

Christiane & Norbert (SY Spica)

Auf Grund der hohen Temperatur (bis 37° C) und der enormen Luftfeuchtigkeit (zwischen 75 und 85%) lassen wir uns für die Zeit an Land eine Klimaanlage montieren.

Trinidad Gitti 021

Aircondition wird installiert

Nicht nur, dass das Leben am Schiff wesentlich angenehmer ist, sondern auch in unserer Abwesenheit bleibt das Schiff innen trocken und die Gefahr des Schimmels besteht nicht.

Montag, 21.7.2014 – Dienstag, 12.8.2014

Gemeinsam mit Franz von der SY Bright Star treten wir unseren Heimaturlaub an und fahren mit dem Taxi zu Flughafen Port of Spain. Laut Taxifahrer kann diese Fahrt je nach Verkehrsaufkommen bis zu 4 Stunden dauern. Da wir aber bereits nach einer ¾ Stunde den Flughafen erreichen und sofort einen Weiterflug nach Tobago bekommen (die Strecke Trinidad – Tobago wird im 30 Minuten Takt geflogen), sind wir 6 Stunden vor Abflug in Tobago. Die Zeit schlagen wir in einigen Bars, die wir bereits von Dezember/Jänner kennen, tot.

Nach langen 16 Stunden mit Zwischenstopps in Barbados und Frankfurt landen wir endlich in Graz, wo uns unsere Freunde einen wundervollen Sektempfang bereiten.

Die 3 Wochen in Graz und Salzburg vergehen wie im Flug und wir sitzen bereits wieder in unserer Maschine zurück nach Trinidad.

Mittwoch, 13.8.2014 – Freitag, 5.9.2014

Die nächsten Tage und Wochen stehen ausschließlich im Zeichen der Arbeit. Durch die extremen Klimabedingungen rinnt bei der geringsten Tätigkeit bereits der Schweiß in Strömen über den ganzen Körper. Trotzdem müssen etliche Arbeiten durchgeführt werden.

Da es in der gesamten Karibik viel regnet, haben wir uns überlegt, dieses Süßwasser zu sammeln. Für das Wasserauffangsystem muss das Bimini (Sonnendach) geändert und demontiert werden. Diese Gelegenheit wird von Gitti genutzt und das gesamte Gestänge wird gewissenhaft mit einem Spezialmittel vom Rost befreit.

auch das muss mal sein

auch das muss mal sein

Nicht hübsch, aber wirksam

Nicht hübsch, aber wirksam

Mit dieser Konstruktion, wo die beiden Schläuche direkt in die Wassertanks laufen, hoffen wir, ausreichend Regenwasser sammeln zu können. Bereits in der ersten Nacht haben wir die Gelegenheit dieses System zu prüfen – und siehe da – die beiden Wassertanks mit immerhin insgesamt 700 Liter sind in der Früh voll.

Die Dachluke über dem Steuerstand ist undicht und wird vom Kapitän höchstpersönlich

von unten und

von unten und

Trinidad02 Gitti 001

von oben

neu abgedichtet.

Bei einigen der großen Frontscheiben haben wir das Problem, dass bei starkem Regen Wasser eindringt – vor allem im Salon. Wir haben schon mehrfach versucht eine Firma aufzutreiben, die diese Fenster ausbaut und neu abdichtet.

Hier in Trinidad haben wir endlich Leute gefunden, die sich dieses Problems annehmen und alle sechs Fenster ausbauen, neu abdichten und sorgfältig wieder einbauen.

Wenn das nur gut geht?

Wenn das nur gut geht?

Da es fast täglich stark regnet, haben wir auch gleich die Möglichkeit, die Dichtheit zu prüfen – die Fenster sind dicht – juhu!!!

Bereits im Sommer 2012 wurde unsere Bugspriethalterung von einer vom Anker losgerissenen spanischen Yacht beschädigt. Nun wird diese Halterung erneuert.

jetzt können wir wieder den Gennaker setzen

jetzt können wir wieder den Gennaker setzen

Der Hauptgrund des Reparaturstopps in Trinidad ist natürlich die Erneuerung unseres Unterwasseranstrichs. Da wir bis jetzt noch kein zufriedenstellendes Antifouling gefunden haben, lässt sich Fritz von mehreren Experten beraten. Wir hoffen, dass wir mit „Jotun Ultra“ ein wirksames Mittel gegen den Bewuchs gefunden haben.

Zuerst werden die Rümpfe gewissenhaft von allen Muscheln befreit

Zuerst werden die Rümpfe gründlich von allen Muscheln befreit

und die erste Schicht der Grundfarbe (Primer) aufgetragen.

und die erste Schicht der Grundfarbe (Primer) aufgetragen.

Sieht ja gleich viel besser aus!

Sieht ja gleich viel besser aus!

Anschließend werden 3 Schichten der Antifouling-Farbe raufgewalzt.

Anschließend werden 3 Schichten der Antifouling-Farbe raufgewalzt.

Da beide Heckstufen, aber vor allem die auf der Steuerbordseite, im Laufe der Jahre stark verschmutzt wurden und auch gründliches Reinigen keine optische Wirkung zeigt, lassen wir diese neu lackieren.

Der graue Antirutschbelag auf den Stiegen (brennend heiß in der Sonne!) wird nun weiß lackiert. Es ist kaum zu fassen, aber dieser kleine Farbunterschied bringt einen derartig großen Effekt – die Stiegen sind nun barfuss jederzeit ohne jegliche Brandwunden zu betreten.

Und außerdem sind sie wieder ansehnlich!

Und außerdem sind sie wieder ansehnlich!

Freitag, 5.9.2014

Alle Arbeiten sind abgeschlossen und unsere Tifricat wird – natürlich bei strömenden Regen – zurück ins Wasser befördert.

Endlich zurück ins angestammte Element

Endlich zurück ins angestammte Element

Bye-bye Power Boats

Bye-bye Power Boats

Bevor wir Richtung Grenada starten übernachten wir vor Anker liegend in der nahe gelegenen Scottland Bay.

Sonntag, 7.9.2014

Nach 17 Stunden können wir endlich wieder den Anker im sauberen Wasser der Prickly Bay fallen lassen.

Prickly Bay Sept.14 001

Da gefällt´s uns wesentlich besser!

Am späten Nachmittag überraschen uns die Seglerfreunde mit einer Grillparty am Strand, wo wir unser Wiedersehen feiern.

urgemütlich

urgemütlich

Mittwoch, 10.9.2014

Da wir das Landesinnere von Grenada näher kennenlernen möchten, starten wir heute einen Ausflug zum Grand Etang Nationalpark.

Wandern ist angesagt!

Wandern ist angesagt!

Es wird der 2.370 feet (722 m) hohe Mt. Qua Qua bestiegen.

Fritz (leider zurzeit mit einem gehandicapten Bein) zieht es vor, bei einem gemütlichen Spaziergang die Natur zu erkunden und Gitti begleitet ihn.

Grand Etang Lake

Grand Etang Lake

Grenada Gitti 008

Captain beim Lieblingshobby

Parkanlage mit Museum

Parkanlage mit Museum

Faszinierende Flora

Faszinierende Flora

und diese Blütenpracht!

und diese Blütenpracht!

Samstag, 27.9.2014

Saturday Night Fever – Live Band in der Beach Bar „Umbrella“ und wir dürfen natürlich nicht fehlen.

Tolle Reggea-Musik

Die Band BARRACUDA spielt tolle Reggea-Musik!

und alle genießen es!

und alle genießen es!

Es wird getanzt bis zum Abwinken!

Es wird getanzt bis zum Abwinken!

Sonntag, 5.10.2014

Wie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es in der Secrect Harbour Marina einen Flohmarkt für und von Seglern. Jeder bringt seine überflüssigen Teile dorthin und hofft, diese für ein paar Dollar an den Mann/Frau zu bringen. Im Gegenzug hofft man auch irgendein Schnäppchen, welches unbedingt am Bord notwendig ist, zu finden.

Wir packen unsere Trümmer zusammen

und marschieren voll bepackt

und marschieren voll bepackt

den idyllischen Weg entlang

den idyllischen Weg entlang

den diese hübsche Raupe gerade überquert.

den diese hübsche Raupe gerade überquert.

Hier ist ja richtig was los!

Hier ist ja richtig was los!

Fritz verkauft unsere Sachen in Windeseile.

Anschließend werden wir von unseren brasilianischen Freunden zu einem köstlichen Essen auf die SY Namasté eingeladen, die in der Secret Harbour Marina an einer Boje liegt.

Sandra mit Loro

Sandra mit Loro

Voraussichtlich werden wir noch bis Anfang November hier in Grenada bleiben und dann, wenn das Wetter passt und kein Hurrikan sich anbahnt, Richtung Norden segeln.

 

Liebe Grüße aus Grenada an alle Homepage-Leser

Die TIFRICAT-Crew

Gitti & Fritz


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