Dienstag, 15. November 2016

Am letzten Tag, den wir in Grenada verbringen, besuchen wir in der Hauptstadt St. George´s noch eine Vernissage. 3 Artistinnen mit unterschiedlicher Kunst: Fotomontagen, Gemälde, Skulpturen.

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Lionfish

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St. George´s

skulpturen

Holzschnitzkunst

Mittwoch, 16. November 2016

Nach fast 4 Monaten, die wir mit vielen netten Menschen in Grenada verbracht haben, ist es soweit – wir setzen die Segeln und starten Richtung Norden, vorerst mit dem Ziel St. Kitts and Nevis. Nach dem wir Kurs auf Nevis angelegt haben, stellen wir fest, dass die Windrichtung und die Windstärke nicht ganz den Prognosen entsprechen. Bevor wir mit sehr geringer Geschwindigkeit Richtung Nevis dümpeln, beschließen wir einstimmig, den Kurs zu ändern und die kleine unbewohnte Insel Ronde Island anzulaufen und in der Corn Store Bay zu übernachten.

In dieser einsamen Bucht werden wir mit einem wunderschönen

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Sonnenuntergang belohnt.

Donnerstag, 17. November 2016

Auch heute ist unser Ziel Nevis und wir segeln mit gutem Wind unserem Ziel entgegen. Nach bereits einer Stunde verfinstert sich der Himmel und der erste kräftige Regenguss prasselt auf unsere Tifricat. Der Wind dreht auf Südost und die Regenschauer nehmen zu. Da das Segeln unter diesen Voraussetzungen nicht wirklich Spaß macht und Gitti morgen Geburtstag hat, ändern wir wieder einmal unseren Plan und segeln zu einer unseren Lieblingsinseln – nach Bequia. Leider ändert sich das Wetter nicht und Flaute und Regenschauer begleiten uns bis zum Ankerplatz, den wir erst nach Einbruch der Dunkelheit und bei strömendem Regen erreichen. Trotz Stockdunkelheit fällt der Anker problemlos in der einsamen Lower Bay.

Freitag, 18. November 2016

Bei Tagesanbruch verlegen wir unsere Tifricat zu unserem „Stammplatz“ vor dem

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Hotel Plantation.

Anlässlich Gitti´s Geburtstags beginnen wir den Tag mit einem ausführlichen Brunch an Bord.

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HAPPY BIRTHDAY!

Am späteren Nachmittag laden wir die steirische Crew Karoline und Walter zum Sundowner ein. Plötzlich rasselt hinter uns eine Ankerkette – und siehe da – Sabine und Michi von der SY Windwardstar, die kurz nach uns in Grenada gestartet sind, gesellen sich zu uns.

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Nach dem gemeinsamen Geburtstagsdrink auf der Tifricat

lassen wir den Tag bei sehr gutem Essen in einem einheimischen Restaurant ausklingen.

abendessen

„The Pirate Hole“ bietet unter anderem auch einen ausgezeichneten Lobster an!

Sonntag, 20. November 2016

Nach einem erholsamen Tag geht es weiter nach Dominica. Für die 156 Seemeilen ist es notwendig eine Nacht durchzufahren. Bei guten Bedingungen segeln wir an St. Vincent, St. Lucia und Martinique vorbei und erreichen am

Montag, 21. November 2016

am frühen Nachmittag die Prince Rupert Bay im Norden von Dominica.

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Prince Rupert Bluff Point

Hier ankern wir und springen ins klare Wasser – herrlich!

Dienstag, 22. November 2016

Nach einer sehr ruhigen Nacht ohne Schaukeln segeln wir bei gutem Wetter weiter zu der zu Guadeloupe gehörenden Inselgruppe „Les Saintes“

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Ansteuerung Les Saintes

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und so sieht das auf der elektronischen Karte aus

schildkroete

bitte den Blick auf den Pfeil richten!

Wer es nicht erkennt, es ist eine Schildkröte, die uns begrüßt – oder flüchtet?

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Auch in der Karibik scheint nicht immer nur die Sonne!

Donnerstag, 24. November 2016

Neben unseren Bojenplatz legen einheimische Fischer ihre Netze aus.

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interessant zu beobachten!

Das animiert uns und wir tauchen in die Unterwasserwelt ein.

unterwasser

Einfach faszinierend!

Sonntag, 27. November 2016

Wir brechen zu der vermeintlich letzten Etappe nach St. Martin auf. Ca. 170 Meilen trennen uns von unserem Ziel. Entlang der Westküste von Guadeloupe bis knapp vor Montserrat haben wir – für die Karibik vollkommen untypisch – Westwind mit 13–15 Knoten, aber herrlich zum Segeln. In der Nacht dreht der Wind, aber die Stärke bleibt in etwa gleich. Kurz nach Mitternacht beginnt es zu regnen und der Wind ist weg – Flaute. 15 Stunden lang ändert sich an dieser Situation nichts – leichter Regenfall – Null Wind. Da wir nur mehr unter Motor fahren können, entschließen wir uns zu einem Overnightstop in der schönen und weitläufigen Bucht Anse de Colombier auf der Insel St. Barth. Etwa 5 Meilen vor St. Barth kommt ohne ersichtlichen Grund plötzlich Starkwind mit bis zu 35 Knoten auf. Unter diesen nicht gerade angenehmen Bedingungen motoren wir gegen Wind und Wellen in die Bucht. Kurz nach dem der Anker fällt, beruhigt sich das Wetter und wir erleben einen fantastischen,

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fast unwirklich erscheinenden Sonnenuntergang.

Dienstag, 29. November 2016

Nun trennen uns nur mehr mehr 24 Seemeilen zu unserem vorläufigen Endziel. Bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind gleiten wir an der Südküste von St. Maarten entlang. Vor der Hauptstadt Philipsburg stehen bereits vier Giganten der Meere. Man sieht, die Saison der sonnenhungrigen

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Kreuzfahrer hat begonnen.

Nach wenigen Meilen sehen wir bei einem Blick aus dem Fenster eine Mega Privatyacht vor Anker liegen.

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welche Nationalität?

Die 162,5 Meter lange Superyacht „ECLIPSE“ (vor kurzem noch die größte Privatyacht der Welt) wurde im Auftrag von Roman Abramowitsch in der deutschen Werft Blohm und Voss gebaut. Neben 70 Crewmitgliedern, 2 Hubschrauberlandeplätze und jedem erdenklichen Luxus ist dieses Spielzeug auch mit einem U-Boot ausgestattet. Ob der Wunsch von Abramowitsch, ein Raketenabwehrsystem einzubauen, tatsächlich realisiert wurde, ist nicht bekannt. Die Gesamtkosten werden mit ca. 850 Mio. Dollar angegeben (gegoogelt natürlich!).

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Ahoi Eclipse!

Kurz bevor wir unseren Ankerplatz erreichen, stellt sich noch Anglerglück ein! Ein kleiner, aber – wie wir später feststellen – hervorragend schmeckender Jackfish (vermutlich!?) hat angebissen.

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Das Abendessen ist gesichert!

Ein schöner und angenehmer Segeltag geht zu Ende. Wir lassen den Anker in der Marigot Bay vor der gleichnamigen Hauptstadt des französischen Teils dieser Doppelinsel Saint Martin / Sint Maarten fallen.

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Bonjour Marigot!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Heute ist Captains Birthday! Während Fritz seine Glückwünsche via Email, Skype und WhatsApp entgegennimmt, wird Gitti in der Küche aktiv und bäckt eine Torte (Anmerkung der Bordfrau: oder so was ähnliches).

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Hoch soll er leben!!

Bis zum nächsten Reisebericht liebe Grüße und wir wünschen euch allen noch eine schöne Adventzeit

die Tifricat – Crew

Gitti & Fritz


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